Sa, 18. Juli 2026 - 08:29

Domenic Schneider: "Ich habe mir selbst Druck gemacht"

Der aktuelle Schwinger der Woche, Domenic Schneider, spricht im Interview über die emotionale Achterbahnfahrt rund um den 100. Kranzgewinn der Laufbahn, der ihm auf dem Weissenstein gelang.

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An der Rangverkündigung auf dem Weissenstein erhielt Domenic Schneider den goldenen 100. Kranz.

Fotograf: Pascale Alpiger

Präsentiert von Bschüssig

Domenic Schneider, auf dem Weissenstein wurde der 100. Kranz Tatsache. Dachten Sie jemals an diese Schallmauer? 
Domenic Schneider: In den jungen nicht, da ist es ein solcher Traum in weiter Ferne. Im Verlaufe des Aktivlaufbahn spürte ich dann, dass mir regelmässig Kränze glücken und ich der magischen Zahl immer näherkomme. 

Wann wurde es zu einem Ziel?
Schneider: So ab der Saison 2022 liebäugelte man mit dieser Schallmauer. In den vergangenen zwei Jahren wurde es dann zu einem Ziel.

Es gab doch einmal ein Plan, der lautete, am NOS in Güttingen im eigenen Kanton den 100. Kranz zu gewinnen.
Schneider: Ja das stimmt, dies war ein sehr hochgestecktes, ehrgeiziges Ziel. Mit dem verpassten Kranz am Thurgauer Kantonalen geriet ich diesbezüglich bereits beim ersten Kranzfest 2026 ins Hintertreffen. Es ist wunderschön, konnte ich den 100. Kranz nun auf dem Weissenstein gleich beim ersten Anlauf realisieren.

Wie beurteilen Sie den Wettkampf auf dem Weissenstein?
Schneider: Es war anders als sonst. Überhaupt waren die letzten 14 Tage emotional. Ich habe mir selbst Druck gemacht, die Nacht vor dem Anlass nicht gut geschlafen und schwingtechnisch auch nicht meinen besten Wettkampf gezeigt. Dann folgte eine Niederlage zu Beginn gegen Lukas Döbeli, dies machte es nicht einfacher, doch den Glauben verlor ich nie. Solange die Chance rechnerisch besteht, ist noch nichts verloren, so mein Motto.

Mit dem Gestellten gegen Oliver Hermann wurde es noch enger.
Schneider: In diesem Duell stand ich einmal dem Sieg nahe. Nachher war mir klar, jetzt helfen nur noch zwei Siege. Diese Ausgangslage hatte ich vor Wochenfrist schon am Innerschweizer. 

Für solche sportliche Erfolge gibt es im auch Gründe.
Schneider: Meine Familie und mein Umfeld sind mir wichtig. In den jungen Jahren hat uns Daniel Tschanz geformt. Er hat uns im Sägemehl viel beigebracht und uns geerdet, wenn wir einmal abhebten. Später war auch Simon Schild eine wichtige Bezugsperson. Auch mit ihm erlebten wir eine schöne Zeit.


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